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DAS KONZEPT
Das Konzept des Allergiker-gerechten ÖKO-Hauses will mit seinen Prüf- und Bewertungskriterien bei Planung, Bau und Sanierung im wesentlichen folgendes verwirklichen:
Der von den Fuldaer Experten entwickelte ALLÖKH-Prüfkatalog zeichnet sich ins­besondere durch eine ganzheitliche Bewertung aus, welche die Komponenten Umwelt-, Gesundheits- und Sozial-verträglichkeit sowie die Umsetzbarkeit an der Baustelle mit in die Betrachtung einbezieht. Die dafür notwendigen Anforderungen werden durch ständige Weiterbildung sowie durch die enge Zusammenarbeit mit Medizinern, Baubiologen sowie wichtigen Umwelt-institutionen, wie zum Beispiel der Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute AGÖF, dem Allergie-Verein in Europa e.V. – AVE und der Fachhochschule Fulda, gewährleistet. So kann mit Hilfe des ALLÖKH-Konzeptes der gesamte Wohnraum (Wohnung, Gebäude, Anlagen) be­ziehungsweise das Wohnumfeld sowohl auf seine ökologischen Kriterien als auch auf seine Eignung für Allergiker beurteilt werden und dient gleichzeitig als Grundlage für die Vergabe eines entsprechenden IUG-Labels.

Ein wesentlicher Unterschied zu anderen Kriterienkatalogen, welche die Bauleistungen, Baustoffe und Häuser begutachten, ist eine erweiterte Betrachtungsweise und damit eine ganzheitliche Bewertung sowie die Einbeziehung der Eignung für Allergiker. Dies wird vor allem durch die Zusammenarbeit von Energieexperten, Baubiologen, Schadstoff-Spezialisten und Umweltmedizinern erreicht. Dieser interdisziplinäre Ansatz läßt sich dann auch am besten umsetzen, wenn die Zusammenarbeit zwischen Bauherren, Architekten, Haushersteller, Energie- und Haustechnikingenieuren, Baubiologen und Meßtechnikem möglichst frühzeitig schon in der Planung stattfindet.

Da wie beschrieben nicht jeder ökologische Baustoff uneingeschränkt für Allergiker zu empfehlen ist, kommen beispielsweise bei dem ALLÖKH-Konzept zusätzlich die Einbeziehung umweltmedizinischer Kenntnisse, speziell die der modernen Allergologie und Immunologie, hinzu.

Gemäß den strengen Vorgaben des Fuldaer Institutes werden daher nur Baustoffe verwendet, die die Prüfkriterien erfüllen. So bietet z.B. das Qualitätszeichen „natureplus“ eine hilfreiche Orientierung bei der Auswahl geeigneter Bauprodukte.

Das ALLÖKH-Konzept sieht grundsätzlich den Einsatz von Baumaterialien aus nachhaltigen, d.h. insbesondere nachwachsenden Rohstoffen vor. In diesem Sinne sind Holz bzw. Holzwerkstoffe ideale Baustoffe, die ein wesentliches Kriterium des Konzeptes erfüllen.

Für die Bauherren begutachten die Experten des IUG darüber hinaus auch das Umfeld des neuen Gebäudes. Die Ergebnisse fließen ebenso in die Planung des Hauses ein wie eine Allergieanamnese der zukünftigen Bewohner. Bei einer Pollen-Allergie wird beispielsweise eine Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und Pollenfilter und an die Fenster abnehmbare Pollengazen eingebaut. Zusätzlich wirkt ein Windfang wie ein Schleuse, die verhindert, dass Pollen in den Wohnraum gelangen. Gegen die weit verbreitete Hausstaub-Allergie helfen zum Beispiel geeignete Bodenbeläge, eine Staubsaug-Zentraleinheit und geignete, d.h. leicht reinigbare z.B. kippbare Heizkörper. Weitere Ausstattungsmerkmale sind z.B.: Isolierung von Wand und Decke mit Wollflies, abgeschirmte Elektroinstallation in Inkathen-Leitungen mit Bio­dosen und mit Netzfreischaltern, radonkontrollierte Fliesen, emissionsarme Oberflächen­behandlungen.

Nach Fertigstellung eines "ALLÖKH"-Modells wird die Raumluft auf Schadstoff­emissionen von mehr als 300 Stoffen geprüft. In einer zusammenfassenden Beurteilung in Form eines Gebäudepasses erhalten die Baufamilien eine Bestätigung, dass nach dem heutigen Stand der wissenschaftliche Erkenntnisse gesundheitliche Risiken - auch für Allergiker - weitgehend ausgeschlossen werden können.
    Umweltverträglichkeit
  • Den sparsamen und schonenden Umgang mit den Ressourcen Luft, Wasser, Boden und den Energieträgern im Sinne der AGENDA 21


  • Gesundheitsverträglichkeit
  • Den konsequenten Schutz der Bewohner von Gebäuden unter Berücksichtigung aller bekannten Einflüsse


  • Allergikerverträglichkeit
  • Die Eignung für Allergiker


  • Sozialverträglichkeit
  • Die Förderung sozial verträglichen Bauens


  • Praktikabilität
  • Die Erstellung eines praktischen und umsetzbaren Konzeptes


  • Kreislauffähigkeit
  • Die umweltverträgliche Unterhaltung, Demontage und Wiederverwertung


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